Zum Abschluss der LoGo-Jahresreihe „V.I.P.s der Kirchengeschichte“ ging es am 6. November 2016 um Mutter Teresa, die römisch-katholische Christin, die von 1910 bis 1997 lebte und wegen ihres Einsatzes für die Ärmsten der Armen zu großer Bekanntheit gelangt ist und als Mutter Teresa„Ikone der Nächstenliebe“ bezeichnet wird. Sie wirkte unter den Armen, Kranken und Vernachlässigten auf den Straßen Kalkuttas, schuf viele Hilfseinrichtungen und gründete das Werk „Missionarinnen der Nächstenliebe“, das zu einem globalen Netzwerk der Nächstenliebe herangewachsen ist. 1979 erhielt sie den Friedensnobelpreis.

In einer LoGo-Szene spielte sich das Team selbst, veranschaulichte verschiedene Aspekte aus der Recherche und filterte heraus, worauf besonders das Augenmerk gelegt werden sollte: auf die tatkräftige Nächstenliebe und auf die Kritik, die solchen begegnet, die im Rampenlicht stehen – Neid und Missgunst, aber auch Ablehnung von (in diesem Fall: kirchlichen) Positionen.

Dass Mutter Teresa von der römisch-katholischen Kirche zur Heiligen erklärt wurde, griff Gastpastor Ullrich Volkmar aus Talle mit einer kleinen Einheit beim Übergang der Kinder in den Kindergottesdienst auf. Anknüpfend an die in der LoGo-Szene markierten Anfragen des Teams an „Heiligsprechung“ und „Heiligenverehrung“ zeigte er den Kindern (und der ganzen Gemeinde), dass alle, die – durch die Taufe – zu Gott gehören, „heilig“ sind.

ProjektorSchon zuvor war die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10, 30-35) vorgelesen worden, begleitet von einer Darstellung mit Folienfiguren.

Seiner Predigt legte Ullrich Volkmar 1. Petrus 3, Vers 8 zugrunde: „Endlich aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig.“ Er legte den Schwerpunkt auf die vielfältigen Gegebenheiten, die Hilfe erforderlich scheinen lassen, und auf die vielerlei Einreden, die Menschen dazu verleiten (wollen), sich möglichen Eingreifens und Helfens zu entziehen. Anschaulich malte er der Gemeinde vor Augen, wie Jesus Christus Widerstände überwunden und sich den Hilfsbedürftigen zugewandt hat. Gottes herzliches Erbarmen kann Menschen erfüllen und anstiften, sich nun auch selbst und in lebendiger Verbindung mit Christus in dieser Welt gestalterisch, engagiert und hilfreich einzubringen.

Gottes hilfreiche Zuwendung im Abendmahl traf auf großen Zuspruch der LoGo-Gemeinde.

KarteMusikalisch war ein LoGo-Mitarbeiter der ersten Stunde zu Gast: Christian Fauteck, inzwischen Gemeindeglied der SELK in Arpke, spielte zur großen Freude der Gemeinde am E-Piano – mit Vor- und Nachspiel und in der Begleitung der LoGo-Liederfülle.

In jedem Gottesdienst der Reihe zu den V.I.P.s der Kirchengeschichte erfolgte neben zahlreichenanderen Informationen zu den jeweiligen Personen immer auch eine zeitliche und geografische Einordnung – veranschaulicht an einer Weltkarte und durch eine Zeitleiste, die das Jahr über in zwei Exemplaren im Kirchraum und im Gemeindesaal hing und LoGo für LoGo um die jeweils behandelte Figur ergänzt wurde.

Zeitstrahl









Die vierte Person, die in der LoGo-Jahresreihe „V.I.P.s der Kirchengeschichte“ vorgestellt wurde, war Martin Luther King (1929-1968). Der US-amerikanische Baptistenpastor und Aktivist für Menschenrechte stand im Lutherischen Lobpreisgottesdienst (LoGo) am 25. September 2016 als V.I.P. auf dem Programm. Martin Luther King hat sich für die Rechte der unterdrückten Schwarzen eingesetzt und zählt zu den bedeutendsten Vertretern des gewaltfreien Vorgehens gegen Diskriminierung und Rassismus. 1964 erhielt er den Friedensnobelpreis und wurde 1968 bei einem Attentat ermordet.

DemoIm LoGo wurde eine gewaltfreie Demonstration gegen Rassismus und Diskriminierung nachgespielt, (übersetzte) Auszüge aus der bekanntesten Rede Martin Luther Kings mit dem Titel „I have a dream | Ich habe einen Traum“ waren Teil des Anspiels. Übertragungen auf Ausgrenzungen in der Gegenwart wurden thematisiert. Auch heute gibt es Anlass, sich – gewaltfrei, aber bestimmt – dafür einzusetzen, dass Unterdrückung, Schikanen und Mobbing ein Ende finden: „Die Würde des Menschen ist – um Gottes willen! – zu achten!

In seiner Predigt über Verse aus den Seligpreisungen der Bergpredigt Jesu (Matthäus 5,1.2+5-9) griff Gastpastor Peter Rehr als Soltau aktuelle politische Unerträglichkeiten auf, mit denen Poltiker gegen die Menschenwürde agitieren. Er schlug den Bogen von der großen Rede Martin Luther Kings zu großen Rede Jesu auf dem Berg und von Martin Luther King zum „anderen Martin“, dem Reformator Martin Luther. Immer gehe es darum, dass Gott die Menschen sieht, und auch darum, selbst die Menschen zu sehen (vgl. Matthäus 5,1). Die Seligpreisungen der Sanftmütigen, Barmherzigen, Friedefertigen … deuten hin auf das, was Gottes Wille ist. Auch wenn dessen Verwirklichung in dieser Zeit und Welt immer zu einem Teil auch ein Traum bleiben mag, so könne Gottes sanftmütiges, barmherziges, friedfertiges Schauen auf die Menschen und seine „mit leeren Händen“ empfangenen Zuwendungen die Menschen so erfüllen und glücklich machen, dass es auch auf die Sicht der anderen und das Miteinander mit anderen abfärbe.

LoGo 09 2016 1 300Gerne nahm die große LoGo-Gemeinde wieder das Angebot der spürbar zugesprochenen Gnade Gottes in der Vergebungszueignung am Altar an.

Musikalisch begleiteten Dennis Schöne (E-Piano | Leitung), Jakob Schöne (Schlagzeug) und Günther Dreger (Bass) die Lieder und wirkten auch bei drei hervorragend passend ausgesuchten Stücken der Bethlehem Voices (www.bethlehem-voices.de) mit. Die mitreißende LoGo-Musik wurde mehrfach mit Applaus bedacht!






Mit dem Lutherischen Lobpreisgottesdienst (LoGo) am 7. August 2016 setzte das Team die Jahresreihe „V.I.P.s der Kirchengeschichte“ fort. Diesmal ging es um Jochen Klepper (1903-1942), den Theologen, Journalisten, Schriftsteller und – christlichen Liederdichter! Einem seiner Lieder war auch das LoGo-Motto entnommen: „… Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr ...“

LoGo 08 2016 1 300Liedstrophen von Jochen Klepper wurden gesungen, kamen bei der Gestaltung des Übergangs der Kinder in den Kindergottesdienst als Strophe mit Bewegungen vor und wurden von einer „Stimme aus dem Off“ reichlich zitiert in dem Anspiel „So viel Leid – und immer wieder Vertrauen!“, in dem eine Journalistin dem Leben Kleppers nachspürte. Dieses Leben war von Anfang bis zum bitteren Ende von verschiedenen Leiderfahrungen durchzogen – wie auch von immer neuen Bekenntnissen zum dreieinigen Gott. Deutlich wurde im Anspiel und in der Verkündigung durch Gastpastor Andreas Otto aus Brunsbrock, wie „unglaublich“ Kleppers Gottvertrauen angesichts der vielfältigen Leiderfahrungen ist. Der Prediger zog die Linie aus zu gesellschaftlichen wie persönlichen Leiderfahrungen in der Gegenwart, in die hinein KindersegenJesus Christus selbst zu den Menschen kommt, um sie nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern um es hell werden zu lassen im Dunklen und Hilfe zu gewähren. Der Glaube darf dem trotzen, was vor Augen ist, und sich „hoffnungsvoll optimistisch“ trotz allem, was dagegen spricht, an Gott wenden und Gutes von ihm erwarten. Bei alledem wurde in der Predigt nicht verschwiegen, sondern differenziert seelsorglich aufgegriffen, dass der Selbstmord, zu dem sich Klepper in den Schrecken des Dritten Reiches mit seiner jüdischen Frau und deren jüdischem Kind aus erster Ehe – im engagierten Ringen mit Gott und selbst da noch im Vertrauen auf dessen Zuneigung – gedrängt sah, auch eine problematische Seite behält, weil menschliches Leben grundsätzlich in Gottes Hand liegt.

MusikReichlich nahm die große LoGo-Gemeinde das Angebot der Segnung unter Handauflegung in Anspruch – als spürbare Vergewisserung des Mitgehens Gottes auf den nächsten Schritten des Lebensweges.

Musikalisch gestalteten diesmal Prof. Stefan und Ko(nstantin) Mey den LoGo an E-Piano und Gitarre in bewährt-gekonnter Weise zu Freude und Dankbarkeit der Gemeinde aus!






Mit dem Lutherischen Lobpreisgottesdienst (LoGo) am 5. Juni 2016 setzte das Team die Jahresreihe „V.I.P.s der Kirchengeschichte“ fort. Unter dem Motto „Herr Käthe – ihrer Zeit weit voraus“ ging es um Katharina Luther, geborene von Bora – weniger als Frau des Reformators Dr. Martin Luther, sondern als eigenständige Persönlichkeit, die – hervorragend ausgebildet im Kloster, dem sie später, reformatorisch gesinnt, entfloh – wachsam die theologisch-kirchliche Entwicklung ihrer Zeit verfolgte und das Familienwirtschaftsunternehmen „Luther“ ebenso selbstbewusst wie multifunktional führte. Von ihrem Mann schon mal „Herr Käthe“ genannt, war Katharina Luther ihrer Zeit weit voraus. Davon war im Marktgespräch zweier Zeitgenossinnen im passenden Outfit (= Leihgaben aus der Kleiderkammer des Hauses der Jugend in Hannover) so einiges zu erfahren.

Gastpastor Jörg Ackermann aus Scharnebeck beleuchtete auf der Grundlage von Versen des 5. Kapitels im Galaterbrief die Freiheit, zu der Christus befreit. Die Freiheit des Evangeliums ist in der lutherischen Reformation wieder zum Leuchten gebracht worden. Katharina von Bora hat im Kloster die theologischen Schriften ihres späteren Mannes gelesen und fand durch sie ganz lebenskonkret zu der Freiheit, das Klostergelübde zu brechen und Versprechen wie das der Keuschheit und das der Armut hinter sich zu lassen – im Unterscheiden zwischen menschlich auferlegten Regelungen und Festlegungen und dem, was in der durch Christus geschenkten Freiheit vor Gott möglich wird. Mit einer künstlerischen Darstellung aus dem 19. Jahrhundert, in der das Bild vom breiten und schmalen Weg aus Jesu Bergpredigt (Matthäus 7,13+14) ungesetzt worden ist, leitete der Gastpastor zu einem differenzierten Bedenken des zielführenden Lebens mit Gott an: Freiheit bedeutet nicht Beliebigkeit, aber sie löst aus dem Wahn, immer und allenthalben besser werden zu müssen, aus Selbstüberschätzung, (Selbst-)Überforderung und stumpfem (Kadaver-)Gehorsam heraus. Im Wissen um die eigene Anfälligkeit und Fehlbarkeit und das Angewiesenbleiben auf Gott, der in Liebe zugewandt ist, vergibt und neu auf den Weg setzt, das Leben mit ihm zu wagen, kann befreites Leben Gestalt gewinnen.

Reichlich nahm die LoGo-Gemeinde das Angebot des Abendmahls wahr, in dem die Freiheit des Evangeliums schmeck- und spürbar ausgeteilt wurde.

Musikalisch gestaltete Konstantin Mey den LoGo am E-Piano – schon beim „Einsingen“ vor dem Gottesdienst mit der ankommenden Gemeinde und dann – durch mitreißende Vor- und Nachspiele und durch eine abwechslungsreich-gekonnte Begleitung der Lieder den LoGo, dem nach 90 prallen Gottesdienstminuten der reformatorisch inspirierte Mittagsimbiss folgte.



Mit dem Lutherischen Lobpreisgottesdienst (LoGo) am 6. März 2016 eröffnete das Team die Jahresreihe „V.I.P.s der Kirchengeschichte“. Unter dem Motto „Lebenswende unterm Feigenbaum“ ging es auf der von Gudrun Dammann eigens zur Jahresreihe erstellten Zeitleiste ganz weit zurück in die Geschichte: Von 354 bis 430 lebte Augustin, der nach seiner Lebenswende unterm Feigenbaum – von der eine Zeitgenössin im Feigenbaumambiente erzählte – zu einem Priester und Bischof und zu einem der der wichtigsten theologischen Lehrer in der Geschichte der Kirche wurde.


Gastpastor Robert Mogwitz aus Uelzen griff in seiner Predigt das Feigenbaummotiv auf und beschrieb Feigenbaumsituationen als Punkte des Innehaltens, der Bestandsaufnahme, der Neuorientierung und der Kurskorrektur. Dabei gehe es auch darum, Hindernisse, Störungen und Lasten in den Beziehungen zu Gott und zu den Menschen zu lösen, um mit „leichtem Gepäck“ den Lebensweg weiterzugehen.


Entlastung wurde im Vergebungsteil erfahrbar, in dem die von der großen LoGo-Gemeinde reichlich in Anspruch genommene Möglichkeit bestand, sich die Sündenvergebung unter Handauflegung zusprechen zu lassen.


Musikalisch ging es diesmal zur Freude des Teams und der Gemeinde besonders vielfältig zu: Henning Martens am E-Piano sowie Dennis Schöne, Jakob Schöne und Jakob Voigt als Band wirkten mit. Die Bethlehem Voices, der in der Bethlehemsgemeinde der SELK in Hannover beheimatete Gospelchor, unter der Leitung von Susanne Gieger waren mit drei bereichernden Beiträgen beteiligt.


Verschiedene Zitate Augustins waren im Gottesdienstprogramm abgedruckt, andere wurden in der Predigt aufgegriffen und eines wurde den Gottesdienstbesuchern auf einer schönen Faltkarte mit auf den Weg gegeben.



Bezugsadresse für die Faltkarte:
Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser e.V., Landhausstr. 10, 10717 Berlin




„Ganz bei Trost“ hatte das Team den Lutherischen Lobpreisgottesdienst zur ökumenischen Jahreslosung am 3. Januar 2016 überschrieben – Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. (Jesaja 66,13)

Missratener Trost kam in einer kurzen Szene schon während der Begrüßung zum Tragen: Einer Zuspätkommerin, die erklärte, sie habe wegen nächtlicher Schmerzen die Ambulanz des Krankenhauses aufsuchen müssen, sei von dort aber erst einmal weggeschickt worden, wurde zugerufen: „Wird schon wieder! Kopf hoch! Halt die Ohren steif!“

FotoSolchen trostlosen Durchhalteparolen wurden dann in einem Standbild-Anspiel verschiedene Arten von Trostbedürftigkeit und von gutem Trost dargestellt, ehe Gastpastor Markus Müller aus Hermannsburg in der Predigt die Jahreslosung auslegte. Dabei verband er die Aussage des Jesaja-Bibelwortes mit dem weihnachtlichen Geschehen vom (tröstenden) Mensch gewordenen Gott und veranschaulichte an der von Ulrike Wilke-Müller zur Jahreslosung geschaffenen Acryl-Darstellung, die auf dem Gottesdienstblatt und in Postern an den Kirchwänden zu sehen war, wie der Mensch sich an das Kreuz Christi anlehnen kann und von Christi Licht umgeben wird und Geborgenheit findet.

Sehr konkret wurde das Trostgeschehen, als der Gastpastor im Segnungsteil am Altar jedem einzeln die Hände auflegte und ein Zuspruchswort vom mitgehenden, schützenden, segnenden und eben auch tröstenden Gott zueignete.

FotoAm E-Piano spielte diesmal Susanne Gieger, bei einzelnen Stücken unterstützt von ihrem Sohn Hans an der Cajón. Am Ende gab es für das Nachspiel der beiden Musizierenden spontanen Applaus.

Der LoGo hatte eine Premiere: Erstmals fand er – in der sehr gut gefüllten Kirche – als gemeinsamer Gottesdienst der St. Petri-Gemeinde und ihrer Schwestergemeinde im Stadtteil, der Bethlehemsgemeinde, statt.


Acryl von U. Wilke-Müller
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