Mit dem LoGo am 1. März setzte das Team die Reihe „Begegnungen mit Jesus“ fort. Unter dem Titel „Kleiner Mann kommt groß heraus“ ging es um die biblische Person des Zöllners Zachäus (Lukasevangelium, Kapitel 19). Während heute Beschäftigte beim Zoll durchaus hohes Ansehen genießen, war dies zur Zeit Jesu nicht unbedingt der Fall. So galt Zachäus an der von ihm gepachteten Zollstation wegen überhöhter Forderungen als Gauner. Nun macht er sich auf den Weg, Jesus zu begegnen.

Foto 1In einem Anspiel wurde mit Hilfe der fiktiven Berichterstattung in aktuellen Tageszeitungen darüber sinniert, ob Zachäus als Gauner, der nur auf sich bedacht ist und alle übers Ohr haut, Jesus begegnen möchte, oder ob er Einsehen gewonnen hat und bei Jesus Rat und Hilfe sucht, aber von den Leuten trotz lauterer Motive gemobbt wird und nur unter erschwerten Bedingungen Jesus begegnen kann.

Für den Übergang der Kinder in den Kindergottesdienst übertrug Gastpastor Robert Mogwitz (Uelzen) das Bild vom Baum, wie Zachäus einen bestiegen hat, um Jesus besser sehen zu können, auf die Menschen als Geschöpfe Gottes, die er liebt. Zeichenhaft für solche Liebe stand die Umarmung eines bereitgestellten Bäumchens.

Foto 2In seiner Predigt legte der Gastpastor dann die Geschichte von Zachäus aus, übertrug dessen innere Zerrissenheiten auf menschliche Erfahrungen der Gegenwart, stellte das Kommen Jesu in das Haus des Zachäus – zu ihm höchst persönlich – und die heilvolle Bedeutung der Zuwendung Gottes heraus, die den Sünder annimmt und ihn verändert, und mündete in dem Baum-Holst, an dem Jesus sein Leben gelassen hat, um den Menschen die Ewigkeit aufzuschließen.

Gerne nahmen sehr viele der zahlreichen LoGo-Besucherinnen und -Besucher die Einladung zum Abendmahl an.

Stefan Mey hatte den musikalischen Part übernommen. Neben der Begleitung der zahlreichen Lieder und den Improvisationen in der Zeit, als die Lieder zur Austeilung des Abendmahls „aufgebraucht“ waren, bereicherte er den LoGo durch ein Vor- und ein Nachspiel – sehr zu Freude und Dankbarkeit der Gemeinde!



JahreslosungTraditionell beginnt das LoGo-Jahr mit einem Gottesdienst zur Jahreslosung, so auch am 5. Januar. Unter dem Titel „Vom Schreihals, der nicht locker lässt“ stand die ökumenische Losung „Ich glaube; hilf meinem Unglauben“ aus dem Markusevangelium (Kapitel 9, Vers 24) im Mittelpunkt. Zugleich begann damit die LoGo-Jahresreihe 2020: „Begegnungen mit Jesus“.

Die Jahreslosung wurde in ihrem biblischen Zusammenhang (Markus 9, 14–28) in einer aus der Lutherbibel und einer Kinder-Bibel kombinierten Textfassung, begleitet von eigens angefertigten schlichten Figurenzeichnungen an der Leinwand, vorgetragen. Der Vater eines von klein auf kranken Kindes wendet sich an Jesus und lässt nicht locker, bis der das Kind heilt. Dabei zeigen sich der Grundglaube und das von Zweifeln durchsetzte Gottvertrauen in ihrer Verquickung – und wird die Einladung laut, das Gottvertrauen über Grenzen hinaus zu wagen, denn: Jesus Christus kann! Und alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!

FigurenIn einem Sprechstück wurden Alltagssituationen aufgerufen, in denen Menschen sich angesichts konkreter Herausforderungen in eben diesem Geflecht von Grundglauben und mit Zweifeln behaftetem Gottvertrauen an Gott wenden.

Gastpastor Simon Volkmar aus Hermannsburg griff in seiner Predigt dieses Geflecht auf und führte aus, dass es am Ende weniger auf die Stärke des Glaubens ankomme als vielmehr auf die Stärke dessen, dem das Gottvertrauen gilt, denn „wo wir schwach sind, da ist er stark!“ Er ist treu und verlässlich und lässt menschliche Gebete – selbst die um den Glauben – nicht unerhört verhallen.

Zu den Traditionen des LoGo zu Jahresbeginn gehört auch das Angebot der Segnung der Gottesdienstbesucher unter Handlauflegung am Altar. Gerne nahm die Gemeinde das Angebot in Anspruch.

Susanne Gieger am E-Piano und ihr Sohn Hans an der Cajon gestalteten den LoGo in Vor-, Nachspiel und in der Liedbegleitung gewohnt gekonnt und zur große Freude der dankbaren Gemeinde.